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Textfeld: Textfeld: Textfeld: Was heißt eigentlich Homöopathie:

Ähnliches mit Ähnlichem heilen. Lateinisch: Similia similibus curentur. 

Dies ist der zentrale Therapieansatz der Homöopathie. Konkret heißt das, ein Arzneimittel, das beim Gesunden bestimmte Reaktionen hervorrufen kann, kann die selben Symptome beim Kranken beseitigen.

Die Homöopathie ist eine Reiz- und Regulationstherapie. Mit Hilfe des homöopathischen Medikamentes wird im Körper ein Reiz gesetzt, auf den der Organismus antworten sollte. Diese Antwort hat zur Folge, daß die Regulationsmechanismen in Gang gesetzt, beschleunigt und optimiert werden, wenn sie vorher durch eine Krankheit in ihrer Effizienz beeinträchtigt wurden.


Das homöopathische Mittel ist also auf ein reaktionsfähiges biologisches System angewiesen. Das Homöopaticum erzeugt selbst keine direkte Wirkung, es wirkt indirekt über die Aktivierung der Regelkreise des Körpers.

Homöopathie ist die Gabe eines Informationsträgers zur Herstellung der natürlichen Regelkreise im Körper.

Als Geburtsstunde der Homöopathie gilt heute im allgemeinen das Jahr 1796, als Hahnemann’s Artikel "Versuch über ein neues Prinzip zur Auffindung der Heilkräfte der Arzneisubstanzen, nebst einigen Blicken auf die bisherigen im Journal der praktischen Arzneikunde" erschien. 
Hier beginnt die eigentliche Geschichte der Homöopathie, 6 Jahre nach seinen Versuchen mit der Chinarinde. Nun sollte es vorbei sein mit den Gewissensnöten, denn er hatte das "Ähnlichkeitsgesetz" gefunden.
Der echte Homöopath                                                                                                                      Seitenanfang

wird Ihnen nicht vormachen, ein pflanzliches Präparat sei schon Homöopathie, wie es viele Ärzte und Naturheiler tun, die von der Sache wenig Ahnung haben, 
fragt viel und redet wenig, besonders bei Ihrem ersten Besuch, wenn die Krankengeschichte aufgenommen wird, 
interessiert sich für alle Aspekte Ihres Wesens, die körperlichen, die seelischen, die geistigen, 
will manchmal eigenartige Sachen wissen, ob Sie lieber Süßes essen oder Saures, ob Sie lieber in die Berge oder ans Meer reisen, ob Sie nachts die Füße zum Bette hinausstrecken und er hat für jede seiner Fragen einen guten Grund, 
will auch über Eltern und Großeltern Bescheid wissen, 
ist durch pompöse Krankheitsgeschichten nicht zu beeindrucken, 
geniert sich nicht, vor Ihnen in dicken Büchern nachzuschlagen (den sogenannten Repertorien) oder schaut heute auch in sein Notebook, 
verschreibt Ihnen nur ein Mittel aufs Mal, 
geht mit den homöopathischen Arzneimitteln sehr sparsam um, 
ist bereit, mit anderen Ärzten, die Sie behandeln, zusammenzuarbeiten,                                      Seitenanfang
ist die Geduld in Person, 
reagiert auf Ihre Klagen unter Umständen mit der Aussage: "Das freut mich aber", weil er als Zeichen der Heilung deuten kann, was Sie vielleicht als Verschlechterung empfinden, 
ist unerbittlich, 
verlangt unter Umständen auch von Ihnen Geduld, 
sucht nicht den schnellen Erfolg durch Bekämpfung von Symptomen, sondern die dauerhafte Heilung, 
verspricht Ihnen gar nichts, 
ist darauf angewiesen, dass Sie die Gesundheit wirklich wollen, 
verlangt manchmal, dass Sie Dinge tun oder lassen, die Ihnen vorerst schwerfallen (z.B.: Verzicht auf Kaffee), 
ist auch telefonisch (fast) immer für Sie da, 
möchte, dass er Sie eines Tages als geheilt entlassen kann.                                                        Seitenanfang
Eine ausschließlich homöopathische Therapie ist nur bei jenen Kranken sinnvoll und angezeigt:

Deren Krankheit nicht durch ständig äußere Einflüsse (z.B. chronische Vergiftung bei Genußmittel-, Drogen- und Medikamentenabusus; durch unvermeidbare Exposition gegenüber schädigenden Umwelteinflüssen; durch stete Re-Infektion; durch andauernde Überanstrengung oder Bewegungsarmut usw.) verursacht ist.

Deren Krankheit nicht durch ständig innere Einflüsse (z.B. durch genetisch bedingte Enzymdefekte, angeborene Anomalien oder durch bestimmte psychosomatische Konflikte, bei denen der Mensch nicht die Kraft hat oder nicht fähig ist, seinen Lebensweg zu finden oder seinem Leben einen Sinn abzugewinnen und in die Krankheit flieht usw.) bedingt ist. Die Krankheit kann dabei eine wichtige Funktion erhalten (eine Plombe), deren Wegfall sehr schädlich wäre.

Bei solchen Krankheiten sollten natürlich auch die äußeren oder inneren Krankheitsursachen therapeutisch angegangen werden.

Deren Krankheit noch heilbar oder deren Zustand zumindest noch besserungsfähig ist, das heißt also bei Kranken, die noch die Fähigkeit und Kraft zu einer Heilung besitzen.

Deren Krankheit in einem typischen Krankheitsbild mit ausgeprägten und charakteristischen, subjektiven und objektiven Symptomen in Erscheinung tritt (bei Symptomlosigkeit ist eine homöopathische Therapie nicht möglich und bei Symptomarmut eher schwierig!).
 

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Der Arzt Dr. Samuel Hahnemann
 
Homöopathie 1796-2004

Eine Heilkunde und ihre Geschichte.

Im Jubiläumsjahr (1996) der Homöopathie unternahmen das Deutsche Hygiene-Museum und das Institut für Geschichte der Medizin der Robert Bosch Stiftung Stuttgart den ersten umfassenden Versuch, dieses facettenreiche Thema einem breiten Publikum mit den Mitteln einer Ausstellung nahe zubringen. Dabei ging es jedoch nicht nur um die museale Konservierung des Gegenstandes, sondern um einen Beitrag zur Diskussion um eine mögliche Rolle der Homöopathie im gegenwärtigen Gesundheitssystem.                                       Seitenanfang
Zu Beginn der Ausstellung wurden die Prinzipien der homöopathischen Therapie und ihr ganzheitliches Verständnis vom Krankheitsgeschehen erläutert. Anhand von Tierpräparaten sowie pflanzlichen und mineralischen Exponaten wurde gezeigt, aus was für unterschiedlichen Stoffen homöopathische Arzneimittel gewonnen werden. Die zentrale Ähnlichkeitsregel wurde ebenso vorgestellt wie der Prozeß der homöopathischen Verdünnung, durch den die Wirkung der Medikamente potenziert werden soll. Modelle und audiovisuelle Installationen ermöglichten es den Besuchern, sich in die homöopathische Denk- und Behandlungsweise hineinzuversetzen. 
Als der Arzt Samuel Hahnemann am Ende des 18. Jahrhunderts die Homöopathie entwickelte, war die Medizin von ihrem heutigen Wissenstand noch weit entfernt. Ohne viel von den Ursachen der Krankheiten zu verstehen, traktierten die Ärzte ihre Patienten mit Aderlässen, Klistieren und gewaltigen Mengen häufig giftiger Medikamente. Exponate zu diesem Themenbereich zeigten die Wirklichkeit der Mißstände, die Hahnemann und andere zeit-genössische Reformer bekämpften. 
Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hatte sich die Homöopathie zunächst in Deutschland und dann auch weltweit verbreitet. Eine wichtige Rolle spielten dabei die homöopathischen Patienten, die sich später in Vereinen zusammenschlossen. Das Panorama dieser Aktivitäten stellt ein fast unbekanntes Kapitel der Sozial- und Medizingeschichte dar. Weiterhin wurde gezeigt, wie auch berühmte Patienten wie Beethoven, Goethe und Radetzky, Paganini oder die Königin Olga von Württemberg mit ihrem gesellschaftlichen Prestige zur Anerkennung der neuen Heilkunde beitrugen. Noch vor allen anderen Ärzten hatten sich die Homöopathen in eigenen Verbänden organisiert und setzten sich für die Gleichberechtigung ihrer Lehre an den Universitäten ein. 
Letztlich informierte die Ausstellung über die aktuelle homöopathische Ausbildung und Praxis. Ihre ungebrochene Attraktivität für viele Patienten zeigt, daß die Homöopathie mehr ist als ein historisches Phänomen. Umstritten ist jedoch bis heute die Wirkung der hochpotenzierten Medikamente, in denen keine molekularen Wirkstoffe mehr nachweisbar sind. Gezeigt wurden deshalb auch aktuelle Forschungsansätze zu dieser Frage und neueste Hypothesen zur Wirkungsweise homöopathischer Medikamente.
Auf jeden Fall sind es nichtstoffliche Steuerungsvorgänge, ähnlich wie bei bei der Akupunktur oder im Computer/CD-ROM.                                                                                                                        Seitenanfang
Der Begründer der Homöopathie ist Dr. med. habil. Samuel Hahnemann (1755-1843). Er war einer der führenden Wissenschaftler jener Zeit, der als Arzt, Apotheker und Chemiker viele wertvolle Arbeiten veröffentlichte, unter anderem ein vierbändiges Apothekerlexikon, dessen Angaben heute noch Grundlage des amtlichen Homöopathischen Arzneibuches (HAB) sind. Hahnemann machte eine erstaunliche Entdeckung: Eine Substanz, die einen Gesunden krank macht, kann einen Kranken mit einer ähnlichen Krankheit heilen. Daher stammt auch die Bedeutung des Wortes Homöopathie, griechisch bedeutet es "ähnliches Leiden" (homoion=ähnlich, pathos=Leiden), was meint, daß in der Homöopathie eine Krankheit mit einem Arzneimittel behandelt wird, das am Gesunden "ähnliche Leiden" hervorruft. Die Ähnlichkeitsregel (oder Simile-Regel) ist zum Fundament der Homöopathie geworden. Hahnemann sagte lateinisch: "Similia similibus curentur", zu deutsch: Ähnliches möge durch Ähnliches geheilt werden. Wie kann man sich diese Wirkungsweise im Körper vorstellen? Die Homöopathie geht davon aus, daß Krankheitssymptome nicht die Krankheit selbst sind, sondern Reaktionen auf Störursachen, die zeigen, daß der Körper selbsttätig wieder das Gleichgewicht herstellen will. Die Homöopathie versucht also nicht, die Symptome zu unterdrücken, sondern die Selbstheilungskräfte des Körpers anzuregen. Homöopathie ist aktive Hilfe zur Selbsthilfe des Körpers. Beispielsweise kommt es nach der Einnahme einer homöopathischen Zubereitung aus dem wilden Jasmin (Gelsemium sempervirens) zu Fieber und Abgeschlagenheit, zu typischen Grippesymptomen. Somit ist es leicht nachvollziehbar, daß der wilde Jasmin entweder allein oder häufig als wichtiger Bestandteil in homöopathischen Grippemitteln verwendet wird. 
Die eingesetzten Arzneistoffe werden traditionell in lateinischer Sprache bezeichnet. Auf den Namen folgt einer der Buchstaben "D", "C" oder "LM" plus einer Ziffer. Gelegentlich taucht auch das Zeichen Ø oder alternativ der Begriff "Urtinktur" auf. Beispiel: Gelsemium sempervirens D 12 oder Passiflora incarnata Ø. Diese etwas komplizierte Bezeichnungsweise gibt die sogenannte "Potenz" des verwendeten Stoffes an. Auch der Begriff "Potenz" kommt aus der lateinischen Sprache und läßt sich mit "Kraft" oder "Stärke" übersetzen. Es gibt an, auf welche Weise der verwendete Wirkstoff verarbeitet wurde.                                                                Seitenanfang
Auf dem Gebiet der Herstellung homöopathischer Heilmittel hat Hahnemann ebenfalls ge-naueste Vorschriften erlassen mit dem Ziel, den Grundsubstanzen die nötige "Kraft" zu geben, mit Hilfe des Verfahrens der Potenzierung. Das funktioniert wie folgt: Der Extrakt einer Arznei-pflanze wird nach einer im sogenannten homöopathischen Arzneibuch dargelegten Vorschrift hergestellt und erhält den Namen "Urtinktur" mit dem schon genannten Kürzel "Ø". Die Urtinktur wird nun mit einer Alkohol-Wasser-Mischung versetzt, gemischt und sorgfältig geschüttelt. Man erhält die erste homöopathische Potenzstufe, die je nach Mischungsverhältnis als Urtinktur/Alkohol-Wasser-Mischung bezeichnet wird. 
Ein Mischungsverhältnis Urtinktur/Alkohol-Wasser-Mischung von 1:10 entspricht der ersten Potenzstufe D 1, 1:100 der ersten Potenzstufe C 1, 1:50.000 der ersten Potenzstufe LM 1. 
Zur nächsten Potenzstufe gelangt man, wenn die hergestellte erste Potenz wieder im selben Verhältnis mit einer Alkohol-Wasser-Mischung versetzt und geschüttelt wird. Je nach Mischungsverhältnis entsteht die D 2, C 2 oder LM 2. Dieser Vorgang, die Potenzierung, setzt man so lange fort, bis man die gewünschte Potenz erhält. Bei den nicht flüssigen Darreichungsformen wird die Ausgangssubstanz statt durch Mischen und Schütteln eines Alkohol-Wasser-Gemisches mit Milchzucker verrieben. Die materielle Substanz nimmt dabei ab, die für die Heilwirkung verantwortlichen, verborgenen dynamischen Kräfte werden durch die Potenzierung gesteigert. Die Homöopathie ist eine vom Bundesgesundheitsamt anerkannte Therapiemethode und wird von ca. 60% der deutschen Ärzte angewandt. 
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C. Hering war 1828 für die deutsche Regierung auf dem Amazonas, um botanische und zoologische Studien durchzuführen. In dieser Zeit machte er die ersten Experimente mit Lachesis. Eingeborene schenkten ihm eine erbeutete Schlange. Er drückte von der betäubten Giftschlange das Gift aus dem Giftbeutel auf Milchzucker. Als Folge des Hantierens mit dem Gift und der Herstellung der niedrigen Potenzen wurde Hering von einem Fieber mit Delirium, mit Umherwerfen und Manie ergriffen. Dies war der Anfang der Arzneimittelprüfung von Lachesis.
 
 
 

Einige typische Symptome und Wirkungen von Arnica:
"Zerschlagenheitsgefühl; fühlt sich am ganzen Körper wie zerschlagen". "Alles, worauf er liegt, scheint ihm zu hart, muß die Lage ändern, um Erleichterung zu finden". "Der Kopf oder das Gesicht ist heiß, während der übrige Körper kühl ist". "Fürchtet Berührung oder Annäherung, von wem auch immer".
Es hat eine ausgeprägte Wirkung auf das Blut und die Blutgefäße, beeinflußt das venöse System. Es wirkt auf die Nerven, auf Muskeln und auf die Verdauungsorgane. Schwellungen in verschiedensten Körperteilen, die einer Verletzung folgen, sind durch Arnica geheilt worden. Oft verbunden mit Verletzungen sind Hämorrhagien (lat.: Blutungen), und Arnica heilt Hämorrhagien unterschiedlicher Art: Erweiterung und Ruptur (lat.: zerreißen) kleiner Blutgefäße, Einblutungen in die Bindehaut des Auges wie z. B. bei einem Keuchhustenanfall, Einblutungen in die Gewebe innerer Organe oder in die Haut nach Verletzungen, blutige Streifen in Erbrochenem oder in Hustenauswurf.
 
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Sepia hat eine starke Wirkung auf die weiblichen Fortpflanzungsorgane und ist deshalb als Frauenmittel bekannt. Es wirkt aber auch bei vielen anderen Beschwerden und ebenso beim Mann. Sepia untergräbt die natürliche Fähigkeit zu Liebe und Zuneigung. Obwohl auch viel Sorge um die Familie vorhanden sein kann, ist eine Gleichgültigkeit gegen die Familie oder andere geliebte Personen typisch. Auch die Geschäfte und berufliche Dinge interessieren den Kranken nicht. Zu diesem Desinteresse kommt noch körperliche und geistige Trägheit und Langsamkeit. Trost verschlechtert diese Zustände und ist deshalb unerwünscht (Nat-m., Ign.). Der Kranke ist gereizt, gleichgültig und apathisch. Er weint viel, auch grundlos, oder wenn er seine Symptome erzählt. Auch das Weinen wird durch Trost verschlechtert. Ein andere Sepiazug ist Pedanterie, wenn es um Kleinigkeiten geht. Es besteht auch Reizbarkeit, besonders vor den Menses. Patienten, die Sepia benötigen haben oft dunkle Haare (auch brünett oder rot), eine dunkle Haut und straffe Faser. Auf der Haut finden sich braune Flecke, zum Beispiel in Form von Sommersprossen oder einem gelben Sattel auf der Nase. Das Gesicht kann auch gelblich oder blaß sein, am Hals finden sich rote Flecke, bei Erregung auch im Gesicht. Wenn es durch die allgemeinen Symptome angezeigt ist, heilt Sepia verschiedene Hautausschläge, zum Beispiel Ekzeme in den Gelenkbeugen, Hautausschläge in Hautfalten (Intertrigo) oder Lippenherpes. Viele Beschwerden kommen im Zusammenhang mit der Menstruation vor, zum Beispiel: Frösteln vor den Menses, Schmerzen des Uterus zwischen den Menses, Nasenbluten anstelle der Menses oder bei unterdrückter Menstruation, u.v.a. Auch in der Schwangerschaft entwickeln sich viele Beschwerden: Obstipation, die Patientin wird oft ohnmächtig, es kommt zu Übelkeit und Erbrechen (Galle oder milchige Flüssigkeit, schon der Geruch oder der Gedanke an das Essen ist unangenehm), besonders morgens. Es entwickeln sich Krampfadern und es kommt zu Wadenkrämpfen, auch Zahnschmerzen kommen in der Schwangerschaft vor. Nach der Entbindung fallen die Haare aus (Sepia neigt generell zu Haarausfall) und Stillen ist für die Patientin unangenehm und verschlechtert ihre Symptome. Ein Symptom, das an Sepia denken läßt ist ein dicker Bauch bei Müttern. Andere Symptome der Geschlechtsorgane sind: Fluor bei kleinen Mädchen, der Fluor rinnt gußweise die Beine herab. Die Vagina ist trocken und der Koitus ist schmerzhaft (Nat-m.). Der Uterus prolabiert (fällt vor) und die Patientin muß sich deshalb setzen und die Beine überkreuzen. Dieses Abwärtsdrängen ist typisch für Sepiabeschwerden und kann sich auch in einem Herabsinken der Oberlider (Ptosis) oder in einem Abwärtsdrängen von anderen Organen äußern. Andererseits gibt es auch den Symptomenverlauf nach oben (Schmerzen im Kopf gehen nach oben, Schmerzen im Anus gehen nach oben, Schmerzen in der Vagina gehen nach oben, Kälte- und Hitzewallungen gehen nach oben), oder auch nach außen. Eine andere charakteristische Empfindung ist ein Leere- und Schwächegefühl in der Magengegend. Eine weitere typische Empfindung ist ein Ball- oder Kloßgefühl in inneren Organen, zum Beispiel im Rectum (nicht besser durch Stuhlgang), oder im Hals. Der Hals, wie auch der Leib sind sehr empfindlich gegen Berührung oder Kleiderdruck (zum Beispiel durch einen Kragen), daß manche Patienten keine Kette am Hals ertragen. Ein wichtiges Sepiasymptom ist die Besserung vieler Beschwerden durch starke körperliche Anstrengung. Asthma wird zum Beispiel durch tanzen gebessert. Andere Modalitäten: Schlaf bessert, auch wenn es nur ein ganz kurzer Schlaf ist. Den Patienten geht es schlechter, wenn Schnee kommt. Auch am Meer fühlen sie sich nicht wohl, sie werden dort sogar krank. Sepia hat einen schlechten Kreislauf und so kommt es zu Ohnmacht, zum Beispiel durch Naßwerden, durch Fahren in einem Wagen oder beim Knien in der Kirche. Dabei kann der Kranke erst extreme Hitze, dann Kälte verspüren. Im Bezug auf Speisen findet man bei Sepia: Abneigung gegen Brot, Fett und Fleisch. Abneigung und Verschlechterung durch Milch. Verlangen nach Süßigkeiten und Schokolade.
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Entwicklung, Herstellung und Erforschung moderner homöopathischer Arzneimittel

Die Lehre der Homöopathie von Dr. Samuel Hahnemann ist mit ihren 200 Jahren älter als fast alle Arzneimittel, die wir heute in Deutschland verwenden. Trotzdem ist sie hochaktuell und kann als ergänzende Arzneimitteltherapieform nach den Prinzipien moderner Technik und Wissenschaft weiterentwickelt werden. Ein verantwortungsvoller Hersteller von homöopathischen Arzneimittel verbindet die traditionell wichtigen Grundlagen der Heilmethode mit modernsten Maßnahmen zur Qualitätssicherung in der Arzneimittelproduktion. So werden die noch von Hahnemann überlieferten Vorschriften z. B. des Verreibens bzw. Verschüttelns bei der Arzneimittelherstellung (dem Potenzieren) verwendet. Dies findet allerdings nach internationalen Qualitätskriterien wie GMP (Good Manufacturing Practice) und der Welt Gesundheitsorganisation WHO statt.
Man unterscheidet homöopathische Einzelmittel, die nur einen Wirkstoff enthalten und Komplexmittel, die aus mehreren homöopathischen Einzelmitteln mit ähnlichen Wirkungsspektrum zusammengesetzt sind. Die wissenschaftliche Begründung für die Auswahl verwendeter Einzelmittel in einer solchen Kombination wird durch homöopathische Ärzte und Apotheker erstellt, im Einsatz bei den Patienten überprüft und durch das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte zugelassen. 
Der Erforschung der Wirksamkeit von Homöopathika wird immer größere Bedeutung zugemessen. Von zahlreichen Universitäten und Forschungsinstituten werden immer neue Ergebnisse wissenschaftlicher Untersuchungen oder klinischer Prüfungen veröffentlicht. Im Bereich der klinischen Forschung gibt es zahlreiche kontrollierte klinische Studien, die in ihrer Qualität mit denen chemischer Präparate vergleichbar sind, wie die Universität Limburg in den Niederlanden veröffentlicht hat. 
Die Akzeptanz der Homöopathie nimmt stetig zu; Ärzte, Tierärzte und Heilpraktiker setzen die homöopathischen Arzneimittel erfolgreich sowohl bei akuten Erkrankungen, wie z. B. Erkältungen oder Schmerzen, aber auch bei chronischen Erkrankungen und oft scheinbar aussichtslosen Fällen mit hohem Heilerfolg ein.    
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Verlauf der Behandlung

Das ausführliche Gespräch bei der Neuaufnahme eines Patienten (Erstanamnese) kann sich über ein bis zwei Stunden erstrecken. Während dieser, nur der klassischen Homöopathie eigenen, gründlichen Fallaufnahme macht sich der Homöopath ein umfassendes Bild von der Krankengeschichte und hält dabei alle wichtigen Informationen schriftlich fest.

Ein gutes Arbeitsmittel sind die Großen Homöopathischen Fragebögen mit über 700 Fragen, welche alle nach dem Kopf-zu-Fuß-Schema gegliedert sind. Die eigentliche Arbeit beginnt dann mit der Auswertung der Symptome und den Patientenaussagen, die der homöopathische Arzt analysiert und teilweise mit Hunderten von Arzneimittelbildern in der Literatur vergleicht. Aus diesem Grunde ist es ein Zeichen gewissenhafter Arbeit, wenn der Homöopath während der Anamnese in Büchern nachschlägt (repertorisiert) und den Fall nach Abschluß der Behandlungssitzung nochmals gründlich durcharbeitet. Erst dann, nach sorgfältiger Prüfung aller Faktoren durch den Homöopathen, wird dem Patienten die passende und für ihn spezifisch-individuelle Arznei verordnet.
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Bei der Verordnung kommen 2 Anwendungsarten zum Tragen: Wenn die zu behandelnde Krankheit eher körperlicher Art und eher akut ist, dann werden Kügelchen in niederer Potenz z.B. Drosera D6 2x2 Stück täglich verordnet. Wenn die homöopathische Medizin aber für tieferliegende, chronische, auch psychosomatische Erkrankungen angewendet werden soll, kommen eher die hochpotenten Kügelchen, z.B.: Graphites oder Barium carbonicum D200 oder C1000 als Einmalgabe.

Diese Arznei setzt den natürlichen Heilungsprozeß in Gang, stärkt die körpereigene Abwehr und die Lebensenergie und stellt das Gleichgewicht im Organismus wieder her. Es kommt dabei oft zu einer Erstreaktion, d.h. die zu behandelnden Krankheitssymptome können sogar deutlich verstärkt werden. Dieses Phänomen wird als Erstverschlimmerung bezeichnet. Für den verschreibenden Arzt ist dies ein untrügliches Zeichen, daß die Medizin gut gewählt ist und daß der Patient auf den Erstimpuls reagiert, das heißt natürlich auch, daß sonst im Organismus keine gefährliche energetische Blockade vorliegt.

Aus diesem Grunde bezeichnet man die klassische Homöopathie auch als Regulationstherapie, da sie nicht nur auf einzelne Symptome oder Organe, sondern stets auf den ganzen Menschen wirkt und sein Wohlbefinden auf allen Ebenen verbessert. So steht der Patient auch während dieses Heilungsprozesses mit seinem Homöopathen in regelmäßiger Verbindung und berichtet ihm über jede Veränderung in seinem Befinden, woraus dieser wichtige Informationen für den Fortgang der Behandlung, über die Wirkung des homöopathischen Mittels und über den Heilungsverlauf gewinnt. Die Krankheit wird nicht durch starke Medikamente mit oft schädlichen Nebenwirkungen nur in ihren Symptomen unterdrückt, sondern von ihrer Wurzel her angegangen und geheilt.
 
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